Jogger Pants – Testphase abgeschlossen!?

Breakin 1984Gute Werbung und ein williges Konsumverhalten sind meistens die Vorboten für etwas Neues und Großartiges am Modehorizont. Wenn Verbraucher, Trendsetter und die Meinungsforschung sich dann ebenfalls einig sind, dann entsteht daraus meistens ein Trend, bei dem man aufspringt, wenn man nicht schon längst Teil ist, oder dem Ganzen einfach nichts abgewinnen kann.

Die heutige Jogger Pant ist, genau genommen, nur eine besser vermarktete Neuauflage von dem, was schon mal einen Auftritt in der Modewelt hatte, denn sie ist weder neu noch ist sie eine Erfindung des 21. Jahrhundert. In den späten 70ern etablierte sich die B-Boying- bzw. Breakdance-Subkultur in New York und infizierte in den 80er Jahren den gesamten Planeten mit neumodischen Tanz-Skills. Ich bin mir nicht sicher, aber ich würde mit großer Wahrscheinlichkeit behaupten, dass dort der Vorgänger der heutigen Jogger Pant geboren wurde. Der Film „Breakin“ von 1984 ist ein relativ guter Zeitzeuge dieses Trends, der sich damals jedoch nicht halten konnte.
Wie sieht es heute aus? Ebenfalls kurzlebig oder doch ein adäquates Beinkleid, das sich in der Gesellschaft schnell Freunde macht und sich durchsetzen und halten kann?

Ein positiver Mode-Trend kommt nicht einfach so, sondern muss gepusht werden und lebt auch davon, das Leute auf den Hater-Zug aufspringen und nichts damit anfangen können. Trends funktionieren nicht wie ein Perpetuum Mobile und deshalb sind die Hater mindestens genauso wichtig wie die Unterstützer. Beide Seiten tragen dazu bei, dass ein Hype im Gespräch bleibt und sich die Interessierten selbst erst ein Bild machen müssen um dann zu entscheiden, auf welcher Seite sie stehen möchten.

Um mir ein besseres Bild davon zu machen, nahm ich das Internet zur Hand und bestellte mir 2 Jogger Pants und testete diese ausgiebig. Hier ein paar Disziplinen, denen ich die Jogger unterzogen habe:

Laufen/Joggen  Beinfreiheit garantiert. Bequem und leicht. Bei sommerlichen Temperaturen nehm ich aber doch lieber ne Short zum Laufen.
Chill-Modus   Hervorragend! Es gibt keine bequemere Hose um auf der Couch die Füße hoch zu legen. Suchtfaktor!
Reflex Barcelona 002 KopieParty-Modus   Auch im Partymodus ist die Jogger eine verdammt bequemes Beinkleid, sieht stylisch aus und hält jedem Dance-Move stand. Der Boden sollte aber dennoch berücksichtigt werden, denn so hab ich jetzt einen Cut am Knie und ein Loch in der Hose.
Outdoor-Modus   Hier war ich ehrlich gesagt etwas begeistert, denn meine allesfressende Fahrradkette bekam keine Gelegenheit, sich an der Jogger zu vergreifen. Vorbei sind die Zeiten mit Löchern an der Knöchelpartie.
Kopfkino   Der Style ist für mich Gewöhnungssache und wenn ich den Gedanken an Schlafanzug und MC Hammer abgelegt habe, sollte sich die Jogger recht gut in meine Kleider-Hierarchie integrieren lassen. Der Nutzen ist zumindest schon mal gewährleistet. Bei mir ist das Mögen also eindeutig situationsbedingt.
Style-Modus   Ein sehr positiver Aspekt ist, dass die Sneaker hervorragend zur Geltung kommen. Sie ist gleichermaßen sportlich wie leger und ist deshalb, auch wegen der Unmenge an verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten, in vielen Bereichen einsetzbar.
Fazit: Die Bequemlichkeit ist unschlagbar und mit dem richtigen Händchen für Style lassen sich Unmengen verschiedener Outfit-Kombinationen kreieren, die von unscheinbar und dezent, bis völlig abgedreht und farbintensiv reichen. Sie ist Vielseitig einsetzbar und die Bequemlichkeit ist allgegenwärtig. Optisch bleibt es aber ganz klar eine Geschmackssache und entweder man steht drauf, oder man verweigert sich diesem Trend.

Also wo soll man die Jogger Pant nun einordnen und kann sich die Jogger etablieren? Hinterlasst uns einen Kommentar und bringt Licht ins Dunkel. Wir freuen uns auf euer Feedback.

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