Nyjah Huston – Ruhm und Schmerz

NyjahNyjah Huston mag man, oder man mag ihn nicht. Der Typ ist schlicht weg zu krass. Skatetechnisch wird ihm wohl so schnell keiner das Wasser reichen können. Manche sind von den ständigen Erfolgen schon gelangweilt und sehen nur den Nyjah, der angeschissen kommt, den Skate-Park zusammen faltet, die Prämie abkassiert und dann wieder verschwindet… Aber was steckt hinter der perfektionistischen Board-Kontrolle?

Seine Contest-Historie beginnt schon 2002 als er mit 7 Jahren auf den Damn AM  den 27. Platz belegt. Schon 3 Jahre später der erste Einschlag auf Platz 1 bei den Tampa Am 2005. Ab diesem Moment ließt sich die Liste seiner Platzierungen wie das Zeugnis eines Musterschülers. Jemanden der mit einem solch unglaublichen Talent gesegnet ist, könnte man eigentlich nur beneiden… Könnte!

Das Niyah aber kein einfaches Leben hatte geht in dem ganzen Hype, der um ihn entstanden ist, völlig unter. Er wurde von seinem Vater streng nach den Rastafari-Regeln erzogen, durfte sich die Dreadlocks nicht schneiden, lebte von Geburt an vegan und durfte nur Reggae-Musik hören. Also ich mag Reggae, aber spätestens nach 2 Stunden wird mir davon schlecht. Sein Vater kaufte 2006 eine Farm in Costa Rica und versuchte Nyjah von der Skateboard-Öffentlichkeit zu isolieren. Eingeschränkte Kommunikation mit Sponsoren und Skaterpresse waren das Ergebnis…

Die private Lebensgeschichte von Nyjah ist alles andere, als etwas, auf das man neidisch sein müsste. Sein Vater wollte ihn vor dem schützen, was der Ruhm meistens mit sich bringt … Drogen, Alkohol und Nutten.

Mittlerweile ist Nyjah 19 Jahre alt und somit alt genug um seinen Weg zu gehen. Wer also genau wissen will, was in seinem Leben nicht ganz rund lief und was er durch machen musste, der schaut sich das Interview an und denkt anschließend vielleicht etwas anders über ihn.

Film ab!

 

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