The Sneaker X-File

Sneaker X1Sneaker gehören an die Füße, da sind wir uns mit Sicherheit alle einig. Aber in den Tiefen der Schuhindustrie verborgen liegen Geheimnisse, die keiner wissen soll… oder die einfach nicht bis zum Endverbraucher durchdringen. Wir haben unseren Fresh-Juice-Agenten ins Sneakermilieu eingeschleust um für uns die Geheimnisse zu lüften. Leider wurde er nie mehr gesehen, aber dennoch konnte er uns kurz vor seinem Verschwinden einen Mikrofilm, versteckt in einer Banane, zukommen lassen. Hier nun 5 Secrets über 5 Schuhe, die Ihr sicher kennt.

1.  adidas & Puma

Ja schon klar, Die 3 Streifen stehen für eine unendlich große Produktpalette und nicht umsonst gehört Adidas zu den Giganten im Schuh-Business. Während wir in den Achtzigern noch scherzhaft behaupteten, Adidas würde für „Alle deutschen Idioten denken an Sex“ stehen, verbarg sich doch etwas ganz anderes dahinter. Adolf „Adi“ Dassler, erst Bäckerlehre, dann 1. Weltkrieg und im Anschluss ab in Muttis Waschküche, wo er 1920 den ersten Sportschuh bastelte. Gebrüder DasslerMit Rudolf, seinem älteren Bruder, gründete er die Schuhfabrik „Gebrüder Dassler“, die zuvor ihrem Vater gehörte. Adi und Rudolf zerstritten sich nach dem 2. Weltkrieg so sehr, dass Rudolf 1948 die Firma Puma gründete die zuerst hätte Ruda heißen sollen. Adolf gründete daraufhin im August 1949 die Firma Adidas. Der Name steht also somit für die Anfangsbuchstaben von Vor- und Nachnamen-  adidas. Übrigens haben Adi und Rudolf ihre Streitigkeiten nie beiseite gelegt und bis zum Tode weiter gezankt. Beide Werke stehen im selben Ort und wer jetzt hier an die TWIX-Werbung denkt, dem kann man das nicht verübeln. Übrigens wird gemunkelt, dass Puma ein neues Design-Team zusammengestellt hat und somit der Weg für eine neue Generation von Sneaker-Designer geebnet wurde…

Wusstet Ihr schon? Ok, hier setzen wir noch einen drauf:

 

2. adidas Samoa

adidas samoaDer adidas Samoa hatte seinen Release 1977, als American Samoa noch keiner auf dem internationalen Fußballschirm hatte. Ein Team, welches zu den schlechtesten Mannschaften der Welt zählt, bei ihrer ersten Weltmeisterschaftsqualifikation 2001, von Australien mit 31 : 0 so dermaßen die Hucke voll bekam und  nach der gesamten Qualifikationsrunde mit 57 : 0 nach Hause fliegen durfte… nach dem soll diese adidas-Ikone benannt sein? Es ist nicht bestätigt, dass es so ist, aber das Herzblut und der unerschrockene Wille, weiter zu machen könnte ein guter Grund dafür sein? Eher unwahrscheinlich hingegen die Behauptung, der Schuh wäre nach den amerikanischen Girl Scout Cookies (Pfadfinder-Keksen) „Samoas“ benannt worden… Aber wer würde nicht gern mit einem Erfolgsprodukt aus dem Hause adidas in Verbindung gebracht werden?
Hier noch der Trailer zur Verfilmung vom samoanischen Drama 2001 und ihrer liebe zum Fußball.

 

3. Nike Roshe Run

Nike RosheDylan Raasch ist Design-Director bei Nike Sportswear und bekam die Aufgabe, einen Nike Running Schuh zu designen, der später nicht mehr als 70,-$ Dollar kosten sollte. Der Schuh musste schlicht und einfach werden und dennoch den Ansprüchen des Kunden genügen. Als jemand, der lange Zeit schon Meditation praktiziert, übertrug er „schlicht und einfach“ auf Zen, denn das ist es im groben, was Zen bedeutet. „Roshi“ sollte der Runner ursprünglich heißen, wurde aber wegen urheberrechtlichen Gründen in „Roshe“ umbenannt, wegen der Gleichnamigkeit eines Zen-Meisters aus der Dragon Ball Z – Serie. Die Betonung blieb somit aber dieselbe. Wie man es ausspricht sollte nun kein Geheimnis mehr sein.

 

4. Stefan Janoski „Zoom“

Janoski ToomDieser Schuh sollte jedem mittlerweile ein Begriff sein. Sein Release feierte der Zoom bereits schon 2007 und war Janoskis erster Signature Shoe. Mit der schwarz-mintgrünen Farbkombi, die 2010 heraus kam, erlangte der Janoski Zoom traurige Berühmtheit  und wurde kurzerhand Tiffany Janoski genannt. Inspiriert durch die  Tiffany Dunk Low Sb und der Tiffany Diamond Company…. Ach heeeee, ich hab mir das Ohr wund telefoniert um über den Janoski wissenswertes heraus zu finden und jeder erzählt einem was anderes. Ob der Tiffany wirklich so negativ ankam, mag ich bezweifeln, denn er sieht klasse aus und hat Style. Colorways hat der Janoski Zoom nämlich einen riesigen Sack voll und wenn ich von meinem Geschmack ausgehen soll, dann gibt es da, weiß Gott, schlimmere Farbkombis, bei denen ich die Einkaufstüte gleichermaßen als Kotztüte entfremden müsste. Wenn wir mal die Farbe weglassen ist der Zoom ein ziemlich zweckdienlicher Skateschuh. Er ist leicht, ohne überflüssigen Schnick-Schnack und bietet eine Board-Kontrolle, die seines Gleichen sucht. Hah! Apropos Farbe weg lassen…wann kommt eigentlich die transparente Colorway-Variante raus? Wohl eher nie!
Aktuell sind bei Nike ca. 30 verschiedene Farbkombinationen des Janoski Zoom verfügbar und wenn Nike SB die Ideen nicht ausgehen, dann werden uns noch so einige Farbexperimente in den nächsten Monaten über den Weg laufen.
Und was meint Mr. Janoski selbst zu seinem Schuh? Taucht mal für 5 Minuten ein, in die 4 Wände von Nike SB Fahrer Stefan Janoski. 

 

5. Etnies Natas Kaupas

Natas Etnies 1988Etnies wurde 1986 in Frankreich von Pierre André Sénizergues gegründet und hieß ursprünglich noch Etnics. Ende der 80er Jahre siedelte das Unternehmen um in die USA, nach Huntington Beach. 1988 war Etnies die erste Firma, die einen Pro-Signature Schuh raus brachte und das für keinen geringeren als Natas Kaupas. Der Signature High-Top war stark an die damaligen Basketball-Schuhe angelehnt. Als Inspiration nahm man den Air Jordan sowie die italienische Firma Ellesse und statte den Natas mit einem Ollie-Guard aus Gummi aus, welches den Schuh vor zu schneller Abnutzung schützte.
Natas machte sich allerdings schon Mitte der 80-iger einen Namen, als er mit seinen Moves die Welt zum Staunen brachte. Checkt die Dokumentation über den Urvater der Wallrides und findet heraus weshalb man ihn dieses Jahr neben Lance Mountain und Steve Olson (nicht der Steve Olson)  in die Hall of Fame des Skateboardens aufgenommen hat.

 

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